Planen die USA und Israel einen breiter angelegten Krieg im Nahen Osten?

Aussergewöhnlich umfangreiche US-Waffenlieferung nach Israel

Eine sehr umfangreiche US-Waffenlieferung für Israel, bestehend aus 3,000 Tonnen an „Munition”, ist angesetzt, ihren Weg nach Israel zu gehen. Der Umfang und die Art der Lieferung wird als „ungewöhnlich“ beschrieben:

„Mehr als 3,000 Tonnen Munition in einer Lieferung zu verschiffen, ist sehr gross.” berichtet ein Makler, der anonym bleiben möchte.

„Dies[e] (Art von Anfrage) ist sehr rar und so eine Quotenanfrage ist in den letzten Jahren auf den Markt nicht vorgekommen,” fügt er hinzu.

„Schiffsmakler in London, die sich auf das Verschiffen von Waffen für die britische und US-Armee spezialisiert haben, erklärten, dass solche Schiffscharter nach Israel in der Vergangenheit sehr selten vorgekommen sind.” (Reuters, 10. Januar 2009)

Das Pentagon hat eine griechische Reederei damit beauftragt, die Waffen nach Israel zu verschiffen:

„Die USA sucht nach einem Frachtschiff, welches Ende des Monats mehrere hundert Tonnen an Waffen von Griechenland nach Israel verschiffen soll”, wie vertrauliche Dokumente zeigen, so Reuters.

Das Military Sealift Commando (MSC) der US-Kriegsmarine berichtet, dass das Schiff 325 Standardcontainer, welche als „Munition” deklariert sind, übernehmen soll, und sie in zwei Lieferungen vom griechischen Hafen Astakos zum Israelischen Hafen Ashdod verschiffen soll. Eine Beschreibung der Ladungsliste erwähnt unter „Gefahrgut” „explosive Substanzen und Zünder,” aber weitere Details wurden nicht herausgegeben (ebenda).

Es sei hinzuzufügen, das eine ähnliche grosse Lieferung von US-Waffen an Israel Anfang Dezember angesetzt war.

„Vertrauliche Dokumente weisen darauf hin, das ein deutsches Schiff, das von der USA Anfang Dezember angeheuert wurde, eine schwere Ladung übernahm, die über 2,6 Millionen kg [2600 Tonnen] wog, die auf 989 Standardcontainer verteilt waren, die von North Carolina nach Ashdod ging.” (Press TV, 10. Januar 2009)

Haben diese grosse Waffenlieferungen mit der Invasion von Gaza zu tun?

Die Anfrage des Pentagons, Waffen in einem zivilen Frachtschiff zu transportieren, fand nach Reuters, am 31. Dezember statt, vier Tage nachdem die Luftangriffe auf Gaza durch F16 Kampfflieger begonnen hatten.

Berater haben daraus eiligst geschlussfolgert, ohne jedoch über Beweise zu verfügen, dass die zwei „Munitionslieferungen” als Nachschub für die israelische Armee bestimmt waren, um die militärische Invasion von Gaza zu unterstützen.

„Ein ranghoher militärischer Berater in London, der nicht genannt werden möchte, berichtete, das das Timing der Lieferung „ausserplanmäßig” war und daher mit der Gazaoffensive in Verbindung stünde.” (Reuters, 10. Januar 2009)

Diese Berichte sind falsch. Waffenlieferungen gehen immer Angriffen einer militärischen Operation voraus. Die Lieferung „die unter dem Namen „Operation Geschmolzenes Blei” angefordert wurde, wurde im Juni 2008 beschlossen. Ferner zu den Forderungen Tel Aviv’s, die unter das US-militärischen Hilfsprogramm für Israel fallen, bewilligte der US-Kongress im September 2008 die Verschiffung von 1,000 bunke- buster - hochpräzise GPS-gesteuerten Bomben mit kleinem Durchmesser (GBU-39) [Bunkerknacker. Gemeint sind kleine Nuklearbomben, die tief in den Boden einschlagen und dort detonieren, AdÜ]. Die GBU 39 smart bombs [schlaue Bomben] von Boeing, wurden im November nach Israel geliefert. Sie wurden bei den ersten Luftangriffen auf Gaza benutzt:

„… Die israelische Luftwaffe hat die neuen, leichten GBU-39 Bomben, die aus den USA stammen, in den jüngsten Angriffen auf Gaza benutzt. Die [Jerusalem] Post berichtet, das neue Waffen, die im letzten September bestellt und im letzten Monat [November] geliefert worden, schon mit IAF Kampfjets in Einsatz gekommen seien. Diese Waffen könnten mit Boeing/IAF F-151 eingesetzt werden, da bisher die Bomben mit kleinem Durchmesser (SDB) nur für diesen Flugzeugtyp genehmigt wurden.

Es ist höchst unwahrscheinlich, das der Grossteil der Waffen, der Bestandteil dieser zwei grossen Lieferungen sind, die im späten Januar in Israel eintreffen sollen, für Israels militärische Operation in Gaza gedacht waren. Die GBU-39 ist ein Leichtgewicht (130 kg). Die gesamte Lieferung der GBU-39s (1.000 Stück) lägen eher im bescheidenen Bereich von 130 Tonnen. Mit anderen Worten, die technischen Spezifikationen der GBU-39, stimmen nicht mehr der Beschreibung von „aussergewöhnlich grosser” und „schwerer” Waffenlieferung überein.


GBU-39

Eskalationsszenario

Die am 31. Dezember bestellte Lieferung in der Grössenordnung von 3.000 Tonnen, eine aussergewöhnlich grosse und schwere Fracht von „Munition”, verweisen auf einen Transfer von schweren Waffen nach Israel.

Laut Mitteilungen des US-Militärs, sei die Waffenlieferung als Aufstockung gedacht, um im Falle eines Konflikts „kurzzeitig” zur Verfügung zu stehen:

„Diese vorherig disponierte Lieferung ist eine Routineangelegenheit und ist nicht als Unterstützung für die derzeitige Situation in Gaza gedacht. … Das US-Militär stellt Aufstockungen in einigen Ländern im Vorfeld auf, für den Fall dass Nachschub in kurzer Zeit benötigt wird.” (Reuters, 10. Januar 2009, Hervorhebung vom Autor)

Was auch immer der Inhalt dieser schweren Waffenlieferung sei, sie sind für den Gebrauch von künftigen, militärischen Operationen im Nahen Osten gedacht.

Seit dem Beginn des „Theater Iran Near Term Operation” (TIRANNT) (Bevorstehende Operation Schauplatz Iran– AdÜ.) im Mai 2003, wurde ein Eskalationsszenario ins Auge gefasst, das militärische Aktionen beinhaltet, die gegen den Iran und Syrien gerichtet sind. TIRANNT folgte einer Reihe an militärischen Plänen, die Iran betreffen. Zahlreiche offizielle Presseerklärungen und US-militärische Dokumenten weisen auf einen breiter angelegten Krieg im Nahen Osten hin.

Was diese Lieferungen andeuten, ist, dass das „Eskalationsszenario” nicht nur weiterhin Oberhand behält, sondern dass es auf den Übergang in eine aktivere Phase im Prozess der US-Israelischen Militärplanung verweist.

Ob diese Waffen in Einsatz kommen oder nicht, ist nicht bekannt. Die zentrale Frage ist diesbezüglich, ob die Gazainvasion Bestandteil eines breiter angelegten Abenteuers ist, das sich gegen Libanon, Syrien und den Iran richtet, wobei schwerere Waffen, einschliesslich der US-hergestellten bunker-buster Bomben in Einsatz kommen würden.

Geschichte der US-Waffenlieferungen nach Israel

Die Aufstockung von US-hergestellten bunker-buster Bomben von Israel geht schon seit 2005 vor sich:

„Die Vereinigten Staaten wird Israel bis zu 5,000 (Laser-gesteuerte, A.d.Ü.) smart bombs in einen der grössten Waffendeals zwischen den Allierten der letzten Jahre verkaufen.

Neben den Bomben wird die [Israelische] Luftwaffe auch 500 tonnenschwere bunker busters bekommen, die zwei Meter dicke Betonwände penetrieren können; 2,500 normale Ein-Tonnen-Bomben; 1,000 Halb-Tonnen-Bomben; und 500 Viertel-Tonnen-Bomben. Die Bomben, die Israel geliefert bekommt, umfassen eine Flugversion, eine Lenkungseinheit, Trainingsbomben und Zünder. Sie werden von einem bestehenden israelischen Militärsatelliten geleitet.

Der Kauf erhöht den heutigen israelischen Bestand an smart bombs. Das Pentagon berichtete dem Kongress zufolge, dass die Bomben dafür ausgelegt sind, um Israels qualitativen Vorsprung [gegen den Iran] und den Vormarsch von US-strategischen und taktischen Interessen beizubehalten.” ((Jüdische Virtuelle Bibliothek: September 21-22, Haaretz / Jerusalem Post.)

Die eigentliche Lieferung von US-hergestellten bunker-buster Bomben, begann im Jahre 2005. Im April 2005 genehmigt die USA die Lieferung von:

ungefähr 5000 „intelligenten, aus der Luft abzufeuernden Waffen” einschliesslich circa 500 BLU 109 „bunker-buster Bomben” Von den mit Uran beschichteten Waffen wird gesagt, dass sie mehr als ausreichend sind, um den gesamten Bereich an iranischen Zielen abdecken, mit der möglichen Ausnahme der unterirdischen Anlage in Natanz, die höchstwahrscheinlich eine [stärkere] BLU-113 bunker-buster Bomben”[eine Variante der GBU-28] benötigt.” (Siehe: Michel Choussodvsky, Geplanter US-Israelischer Angriff auf den Iran, Global Research, 1. Mai 2005)

Die BLU-109 ist kleiner als die GBU-28. „Sie verfügt über einen 1.000 kg schweren Sprengkopf, welcher in Kombination mit einer GPS-gesteuerter Einrichtung verwendet werden kann [...] und fähig ist, viereinhalb Meter an Spezialbeton zu durchbrechen. (siehe: F16.net)

Im Jahre 2006, zum Höhepunkt des Libanonskrieges im August, wurde, nach Angaben der New York Times, eine grosse Lieferung an 2.2 Tonnen GBU-28 Bomben nach Israel versandt.

Die GBU wird von Raytheon hergestellt. Sie wurde 1991 im Golfkrieg gegen den Iran eingesetzt und verfügt über eine Sprengkraft, die 6 m an Spezialbeton durchbrechen kann (Haaretz, 9 November 2008). Im Gegensatz zur GBU 39 smart bomb (130 kg), die gegen Gaza eingesetzt wurde, wiegt die GBU-28 satte 2,2 Tonnen.

„Die gesteuerte Bombeneinheit (GBU-28) ist eine Spezialwaffe, die entwickelt wurde, um verstärkte irakische Kommandoeinheiten zu zerstören, die tief unter der Erde gelegen sind. Die GBU-28 ist eine 2.200 kg lasergestützte konventionelle Waffe, deren Sprengkopf allein 1,800 kg wiegt.” Federation of American Scientists

(Für eine Abbildung, siehe „Bob Sherman, “How the GBU-28 works”, USA Today on-line).

Die jüngsten, ungewöhnlich umfangreichen Waffenlieferungen nach Israel, sind Bestandteil eines Abkommens zwischen Washington und Tel Aviv, finanziert durch das militärische Hilfsprogramm an Israel.

Wie oben beschrieben, so geht die Geschichte der Lieferung von bunker-buster Bomben (einschliesslich der GBU-28) auf das Jahr 2005 zurück. Während die Art und Weise der jüngsten Waffenlieferungen an Israel unbekannt sind, so könnte man annehmen, dass sie die schwerere Version der bunker-buster Bomben, einschliesslich der GBU-28, beinhalten.

In diesen Hinblick wäre anzumerken, dass im letzten Sommer, Israel den Pentagon angefragt hat, GBU-28 Bomben zu liefern. Als Zweck für den Gebrauch dieser Waffen, wurde die Eventualität einer militärischen Operation gegen den Iran genannt.

Nach Angaben von US-amerikanischen und israelischen Pressemeldungen vom September 2008, die Regierungsbeamte aus den Pentagon zitieren, wurde die Anfrage aus Tel Aviv abgelehnt. Nach Aussagen der Berichte, hatte Washington kategorisch abgelehnt, die GBU-28 Bomben zu liefern, um sie gegen den Angriff auf Iranische Nuklearanlagen zu richten. „Anstelle” akzeptierte Washington die Lieferung von leichten GBU-39 für die Verwendung gegen Gaza.

Die USA hat „den Antrag auf militärisches Gerät und Unterstützung abgelehnt, welches die Möglichkeit Israels erhöhen würde, iranische Nuklearanlagen anzugreifen.”

Die Amerikaner deuteten die Anfrage [Israels], welche in der höchsten Ebene übergeben (und abgelehnt) wurde, als Zeichen dafür, das sich Israel in einer fortgeschrittenen Vorbereitungsphase eines Angriffs auf Iran befand. Daher sprachen sie Israel gegenüber eine Warnung aus, die beinhaltete, dass solch ein Angriff die US-Amerikanischen Interessen untergraben würden. Sie haben ebenso gefordert, das Israel ihnen vorher Bescheid geben sollte, falls Israel sich dennoch entschliessen würde, den Iran anzugreifen. Im späten September berichtet Haaretz, dass sich in der Anfrage ebenso GBU-28 bunker-buster Bomben befänden.

Mitte September willigt die USA ein, Israel 1.000 GBU-39 bunker-buster Bomben zu verkaufen, wobei israelische Militärexperten anmerkten, dass „sie eine schlagkräftige, neue Waffe” in Gaza darstellen könnte , so berichtete AP.

Daher: Als Israel die Waffen bestellt hatte, von der die USA glaubte, dass sie für die Bombardierung des Irans gedacht waren, so sagte die USA deutlich nein, und fügte ausdrücklich hinzu, dass sie keinen israelischen Angriff gegen den Iran sehen wollten. Und es fand kein israelischer Angriff auf den Iran statt (Defense Update.com, Dezember 2008).

Bewusste Täuschung durch die Medien

Die offiziellen Erklärungen und Presseberichte sind ein Schwindel. Israel und die USA haben immer in engster Verbindung miteinander gehandelt. Washington „fordert nicht, dass Israel ihnen vorher Bescheid geben sollte, bevor es einen militärischen Anschlag verübt.”

Der Haaretz-Bericht lässt glauben, dass die Bush-Administration unnachgiebig war, und es nicht unterstützte, das Israel den Iran angreife. Mehr noch, der Bericht weist ebenso darauf hin, dass die USA, israelische Flugzeuge abschiessen würde, falls Israel versuchen würde, den Iran anzugreifen:

„Luftraumautorisation: Falls der Iran angegriffen würde, wird ein Durchlass durch den irakischen Luftraum benötigt. Damit dies möglich ist, wird ein Luftkorridor benötigt, so dass israelische Kampfflugzeuge passieren können, damit diese nicht zum Ziel von US-Amerikanischen Flugzeugen oder Luftabwehrraketen würden. Die US-Amerikaner haben auch diese Anfrage abgelehnt. Nach einer Angabe hiess es, dass, um diese Situation zu vermeiden, so teilten die US-Amerikaner mit, die Israelis den irakischen Premierminister Nuri al-Maliki um Erlaubnis bitten sollten, nach dem Motto „Wenn ihr wollt, so besprecht es mit ihm.” (Haaretz, 9 November, 2008)

Dieser israelische Bericht ist missverständlich. Israel ist USamerikas Verbündeter. Militärische Operationen werden eng miteinander koordiniert. Israel handelt nicht, ohne vorher in Washington um Erlaubnis zu beten, und die USA schiesst keine Flugzeuge der engsten Verbündeten ab.

Der Hintergrund der jüngsten US-Waffenlieferungen an Israel

Die ungewöhnlich grossen Waffenlieferungen würden normalerweise die Zustimmung des Kongresses benötigen. Unseres Wissens nach, gibt es keinen öffentlichen Nachweis solch einer Erlaubnis für die ungewöhnlich grosse Lieferung von schwerer „Munition” an Israel.

Der Hintergrund der Lieferungen sind nicht bekannt. Wurde Israels Anfrage zur Lieferung von 2,2 Tonnen GBU-28 von Washington akzeptiert, und der Kongress umgangen? Sind die GBU-28 Bomben, jede von ihnen wiegt 2,2 Tonnen, Teil der 3.000 Tonnen schweren Lieferung an Israel? Sind taktische bunker-buster Mini-nukleare Bomben Bestandteil von Israels Rüstungsarsenal? Das sind Fragen, die im US-Kongress gestellt werden müssen.

Die erste der zwei „Waffen”-Lieferungen ist für den 25. Januar geplant, die zweite nicht später als am 31. Januar.

Minister Robert Gates, der im Verteidigungsministerium immer noch das Zepter in der Hand hält, wird die Kontinuität der militärischen Zielvorstellungen sicherstellen.

Vorbereitung auf eine Konfrontation mit dem Iran: Verstärkung des Israelischen Missile-Abwehrsystems

Das Pentagon hat Anfang Januar circa 100 Militärpersonal des US-Europäischen Kommandos (Eucom) nach Israel versandt, um Israel bei der Errichtung einers neuartigen, technisch hochentwickelten Mikrowellen X-band Frühwarnsystems zu unterstützen.

Die israelische Regierung beantragte das System, um sich gegen einen möglichen Raketenangriff von Seiten des Irans zu verteidigen. Verteidigungsminister Robert M. Gates bewilligte Mitte September einen Entsendungsauftrag.”

Nach Angaben von US-Raketenabwehrbehörden, wird das das System, wenn es fertig erstellt ist, fähig sein, kleine Objekte in grosser Entfernung und sehr grosser Flughöhe zu verfolgen und zu identifizieren, einschliesslich des Weltalls. Darüberhinaus wird es Israels Raketenabwehr mit dem US-amerikanischen Globalen Raketenerkennungs-Netzwerk verbinden.

Dies wird es den Israelis ermöglichen, die Verfolgung von ballistischen Mittel- und Langstreckenraketen um ein vielfaches zu verbessern, als es heutige Radartechnologie erlaubt,” erklärt Morrell. „Es wird den Umfang … der israelischen Raketenabwehrradaranlagen mehr als verdoppeln, wie auch die Eingriffszeiten erweitern.”

Dies wird Israels Verteidigungskraft um ein vielfaches erhöhen. „Es existiert eine wachsende Gefahr durch ballistische Raketen, die hauptsächlich vom Iran herrühren,” sagt Morrell. „Und niemand in der Gegend sollte bei dieser Gefahr nervöser sein, als die Israelis. Und sie sind es, und daher haben sie nach Unterstützung angefragt.” (Defense Talk.com, 6. Januar 2009, Hervorhebung vom Autor).

Das neue X-Band Radarsystem „erlaubt es, kurz nach dem Abschuss über Feindesgebiet zu intervenieren, anstelle über dem eigenen.” (Senator Joseph Azzolina, Schutz Israels vor iranischen Raketen, Bayshore News, 26. Dezember 2008)

Das X-Band Radarsystem könnte „Israels Raketenabwehr mit dem US-amerikanischen, globalen Raketenerkennungsnetzwerk verbinden, das Satelliten, mit Aegis-Systemen ausgerüsteten Schiffen im Mittelmeer, dem Persischem Golf und dem Roten Meer umfasst, wie auch landgestützte „Patriot”-Radargeräte und Abfangvorrichtungen.” (ebenda)

Was das bedeutet ist, das Washington den Ton angibt. Die USA, und nicht Israel kontrolliert das Luftwabwehrsystem: „Es ist und bleibt ein US-amerikanisches Radarsystem,” sagte Pentagonsprecher Geoff Morrell. „Das gibt es nicht irgendwas, was wir den Israelis geben oder verkaufen; es ist etwas, das höchstwahrscheinlich US-Personal benötigt, um es vor Ort zu bedienen.” (Zitiert in: Israel National News, 9. Januar 2009, Hervorhebungen vom Autor)

Deutlich ausgesprochen kontrolliert die USA Israels Luftabwehrsystem, welches in das US-globale Raketenerkennungssystem integriert ist. Unter diesen Umständen kann Israel keinen Krieg gegen den Iran ohne Zustimmung des US-Oberkommandos beginnen.

Die grosse Lieferung an US-Waffen, deren Ankunft in Israel nach dem Amtsantritt Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und Oberbefehlshaber vorgesehen sind, sind Bestandteil eines weitangelegten Programms der US-Israelischen Kooperation in Beziehung zum Iran.

Die Verstärkung der israelischen Raketenabwehr, verbunden mit dem grossen Lieferungen an US-Waffen, sind Teil eines Eskalationsszenarios, welches die Welt unter der Obama-Administration in einen weitreichenden Krieg im Nahen Osten führen könnte.

Ein Neuer Kalter Krieg?

Es hat eine militärische Aufrüstung auf beiden Seiten stattgefunden. Der Iran antwortete auf die Israelisch-US-Initiative mit der Aufstockung eines eigenen Raketenabwehrsystems mit Unterstützung von Russland. Berichten zufolge (vom 21. Dezember), gab es Gespräche zwischen Moskau und Teheran bezüglich der Lieferung von „Mittelstrecken-Luftabwehrsystemen, im besonderen, S-300 Boden-Luft-Raketensystemen.” (Asian Times, 9. Januar 2009)

Quelle: Unusually Large U.S. Weapons Shipment to Israel: Are the US and Israel Planning a Broader Middle East War?

Originalartikel veröffentlicht am 11.1.2009

Übersetzt von  Irena Fürhoff, überprüft von Fausto Giudice (Tlaxcala).


About the author:

Michel Chossudovsky is an award-winning author, Professor of Economics (emeritus) at the University of Ottawa, Founder and Director of the Centre for Research on Globalization (CRG), Montreal and Editor of the globalresearch.ca website. He is the author of The Globalization of Poverty and The New World Order (2003) and America’s “War on Terrorism”(2005). His most recent book is entitled Towards a World War III Scenario: The Dangers of Nuclear War (2011). He is also a contributor to the Encyclopaedia Britannica. His writings have been published in more than twenty languages. He can be reached at [email protected]

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