Monsanto-Schutz-Gesetz von Obama verabschiedet, „von Monsanto verfasstes“ GMO-Gesetz ist nun geltend

gmo

Das Monsanto-Schutz-Gesetz, von dem Monsanto Corporation nicht nur profitiert, sondern das es auch noch essentiell mitverfasst hat, wurde von US-Präsident Obama verabschiedet. Die berüchtigte Monsanto Corporation wird davon in hohem Maße direkt profitieren, denn es verleiht Unternehmen, die mit genetisch modifizierten Organismen (genetically modified organisms: GMOs) und Samen (genetically engineered: GE) handeln neben anderem gerichtliche Immunität.

Das Gesetz besagt, dass sogar, falls zukünftige wissenschaftliche Studien zeigen, dass GMOs und GE-Samen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und beispielsweise Krebs verursachen, die Gerichte nicht mehr die Befugnis haben, deren Ausbreitung, Verkauf oder Konsum zu stoppen.

Natürlich kann behauptet werden, dass die Folgen von GMOs auf die Gesundheit von Mensch und Tier noch nicht vollständig untersucht wurden (Obwohl die bereits vorhandenen Forschungsergebnisse nachdenklich stimmen sollten). Dieses Gesetz umgeht dies aber schlichtweg, indem es sagt, dass sogar, wenn Probleme auftreten, die Gerichte nichts mehr diesbezüglich tun können. Und dieses Gesetz ist nun dank Präsident Obama und dem US-Kongress verabschiedet worden.

Einige andere interessante Fakten:

Das Gesetz wurde offensichtlicherweise von dem Neulings-Senator Roy Blunt in Absprache mit Monsanto verfasst, letztere haben maßgeblich dabei mitgeholfen, den genauen Wortlaut des Dokuments zu formen.

„Das Center for Responsive Politics vermerkt, dass Senator Blunt von Monsanto 64.250$ erhielt, um seine Kampagne voranzutreiben. Die Website Money Monocle fügt hinzu, dass Blunt der Republikaner ist, der von Monsanto am meisten Geld erhielt.“
Viele Kongressmitglieder wussten gar nicht, dass das Monsanto-Schutz-Gesetz Teil des Gesetzespaketes war, über das sie an diesem Tag abstimmten.
Obama hatte keine Probleme, das Gesetz zu verabschieden (was nicht überrascht, war er doch bis jetzt sehr vorsichtig bei GMO-Politik)
Das Gesetz wird nur für eine limitierte Zeitspanne in Kraft treten, aber es ist ein schlechtes Zeichen. Die Leichtigkeit, mit der es verabschiedet werden konnte, beachtend wird es interessant zu sehen, was die Gesetze der Zukunft wohl aussehen mögen.

Wie die Daily News fragt: „Wer besitzt mehr Macht? Der weltweit größte Produzent von genetisch modifizierten Samen oder die US-Regierung?“

„Am Dienstag unterschrieb Präsident Obama H.R. 933, eine Haushaltsgesetzesvorlage, die wenige Tage zuvor im Kongress verabschiedet wurde. Unter 78 Seiten vergraben existiert eine Klausel, die auf ekelhafte Weise Biotechfirmen wie Monsanto Corporation aus Missouri for Gerichtsverfahren schützt.“

„Im Lichte der Zustimmung des Repräsentantenhauses und des Senats unterzeichneten eine Viertelmillion Menschen eine Petition, die den Präsidenten dazu auffordert, den Gesetzesvorschlag abzulehnen, der seit Kurzem Monsanto-Schutz-Gesetz genannt wird.“

„Aber Obama ignorierte die Petition“, wie die IB Times vermerkt, „und entschied sich stattdessen dazu, ein Gesetz zu verabschieden, dass die Gerichte effektiv daran hindert, den Verkauf oder Anbau von GMOs oder GE-Samen aufzuhalten, egal, welche gesundheitlichen Folgen von ihrer Konsumtion in der Zukunft noch ans Tageslicht kommen sollten.“

GMOs könnten gesundheitliche Schäden bei Menschen hervorrufen, sind aber vor allem aus anderen Gründen ein Problem, die hauptsächlich etwas mit genetischer Diversität und überkomplexen industriellen Systemen zu tun haben. Außerdem funktionieren sie oft gar nicht so, wie sie sollen.

Im Kontext sind allerdings GMOs auch nur eine weitere in einer langen Liste von umweltschädlichen Praktiken, die Leute für einen kurzzeitigen Profit durchführen. Von der großflächigen Abholzung alter Wälder über Nahrungsmittelproduktion zu modernen industriellen Agrarkultur, die auf Importen von Düngemitteln/Pestiziden/Herbiziden/fossilen Brennstoffen beruht, hat der Trend sich fortgesetzt. GMOs sind nur ein weiterer Versuch, die Ausbeutung von Samen zu steigern. Egal welche Art von Agrarkultur, egal welcher Standort, es gibt Grenzen, wie lange ein Land produktiv bleiben kann. Importierte Düngemittel anzuwenden oder GMOs zu benutzen kann im Bestfall den Umschlag des Landes in eine unproduktive Öde und dessen Verwüstung aufschieben.

Übersetzung: Mr.Mitgefühl, http://www.episteme-online.de/artikel/international/lobbyismus-in-den-usa-monsanto/

Artikel auf Englisch: Monsanto Protection Act Signed By Obama, GMO Bill “Written By Monsanto” Signed Into Law

Articles by: Global Research News

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